Am 25. 11. fand um 19 Uhr der Informationsabend für die Eltern zum Thema „Starke Kinder im Netz – keine Chance für sexuellen Missbrauch“ statt. Referent war Herr Gerhard Weidenhiller, iBdB im Schulamt Ingolstadt und Eichstätt.
Den Verantwortlichen für die Initiative (Medienzentrum und Schulamt Pfaffenhofen, unterstützt von Polizei, Jugendamt, Schulberatung und VHS) ist es ein Anliegen, Erziehungsberechtigte und Lehrkräfte zu sensibilisieren für die Gefahren, denen Kinder im Netz, insbesondere auf Spieleplattformen mit Chatfunktion, ausgesetzt sind.
Die Nutzung der Spiele ist zwar gesetzlich altersmäßig eingeschränkt, die Eingabe des Geburtsdatums ist aber frei und unkontrolliert. Das bedeutet, auch für jüngere Kinder ist der Zugang problemlos möglich. Auch können die Chatpartner dem Kind eine falsche Identität vorspielen, es sind also Lügen möglich in Bezug auf das eigene Alter oder Geschlecht, da ja der Kontakt schriftlich stattfindet. So wird Vertrauen aufgebaut bis hin zu „Freundschaft“ und das Kind dazu verleitet, Informationen (auch Fotos!!!) von sich preiszugeben, die in fremden Händen nichts zu suchen haben.
Auf dem gestrigen Elternabend haben die Anwesenden Weiteres erfahren zu diesen Themen:
Mit großer Betroffenheit nahmen die Zuhörer die Ausführungen von Herrn Weidenhiller auf.
Zum Teil übelkeitserregende Ausschnitte aus Dokumentarfilmen zeigten auf erschreckende Weise, wie leicht es für Täter ist, zu Kindern und Heranwachsenden Kontakt aufzunehmen und sie für ihre Zwecke zu missbrauchen.
Viele waren sich nicht über die Gefahren und die fehlende Kontrolle bei den „Kinderspielen“ im Netz im Klaren. Doch nur, wenn man die Situation kennt, kann man sich und die Kinder angemessen darauf vorbereiten, so war die einhellige Meinung.
Leider war dieser Abend nur sehr spärlich besucht. Das zeigt, dass die Bedeutung dieses Themas noch nicht allen Erwachsenen bewusst ist. Hier kann man nur den Satz auf dem Flyer zitieren: „Es ist nicht die Frage, ob, sondern wann und wie oft dein Kind im Internet sexuell belästigt wird.“
Nicht alles, was unsere Kinder machen, ist vollständig kontrollierbar. Und das ist auch nicht das Ziel einer Erziehung zur Selbstständigkeit. Oft jedoch bekommen Kinder Zugang zu und Interesse für Spiele im Netz durch Freunde und Bekannte. Und dann ist es auf jeden Fall besser, das Kind ist informiert und gerüstet.
In Ihrer Verabschiedung bat Frau Fröhlich, auch andere Eltern für dieses Thema zu sensibilisieren und machte auf weitere Informationsabende an den Schulen im Landkreis aufmerksam.